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Wie in den Jahren der Jugend, fühle ich mich auch jetzt zu dir hingezogen. Laß uns gehen! Laß uns wenigſtens die Wanderung zuſammen verſuchen. Mein Herz verlangt es und das deinige, Sara, ſagt es dir nicht, daß wir für einander paſſen, daß wir zuſammen glücklich werden können?“
„Soll ich deinem Leben eine Laſt ſein?2 Wenn ich ſtärker wäre, könnte ich dir dienen, könnte ich mein Brod durch meiner Hände Arbeit erwerben, wie ich es in den letzten Jahren gethan habe; aber jetzt?....
„Jetzt Ueberlaß dich blindlings mir. Ich habe genug für uns beide. Wenn du dann wieder ſtärker biſt, wollen wir einander ſchon helfen.“
„Mein vergeudetes Leben— meine bittern Erinne⸗ rungen, werden ſie mich nicht trübſelig und mein Ge⸗ müth düſter machen? Werden nicht finſtere Geiſter aufs Neue Macht über diejenige erhalten, die ſo lange in ihrer Gewalt war?“
„Die Reue iſt eine Göttin; ſie ſchützt den, der ge⸗ fehlt hat. Und wenn ein Heide ſo ſprechen konnte, um wie viel mehr ein Chriſt! O Sara! Selbſt die zermal⸗ mende Reue— ich weiß das— kann ihre Kraft zur Aufrichtung, zu erneutem Leben geben. Sie kann einen Willen erwecken, mächtig genug, Alles zu überwinden. Sie hat mich aufgerichtet; ſie wird auch dich aufrichten. Du ſtehſt in der Mitte deines Lebens;— noch liegt eine lange Zukunft vor dir, du haſt ein liebenswürdiges Kind, haſt Freunde, haſt für ein ewiges Leben zu leben. Deß⸗ halb lebe auch und du wirſt ſehen, wie allmälig die Nacht untergeht, der Tag heraufſteigt und Alles ſich ent⸗ wirrt und verklärt. Komm und laß uns mit vereinigten Kräften am wichtigſten Geſchäft des Lebens— der Beſ⸗ ſerung arbeiten.“
Sara hatte ſich während dieſer Worte im Bette auf⸗ gerichtet; neue Strahlen entzündeten ſich in ihren Augen. „Ja ich will,“ ſagte ſie,„ein Engel ſpricht durch dich,
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