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Das Haus oder Familiensorgen und Familienfreuden : Erzählung / von Friederike Bremer
Entstehung
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gelegen kämen, wenn wir, wie es ſich nicht anders ziemt, einige Geſundheiten trinken wollten.

Während dieſes Geſprächs war der kleine Alfred ver⸗ gebens umhergegangen, hatte zwei Küſſe ausgeboten und war nahe daran, böſe zu werden, als er keinen Abſatz für ſeine Waare fand; aber auf einmal beſann er ſich eines Beſſern, fiel Gabrielen um den Hals und rief: Jetzt ſehe ich, daß die Tante nothwendig einen Kuß haben muß! Und es war nicht Tante Gabrielens Schuld, wenn der liebe Junge ſich nicht überzengte, wie durchaus unent⸗ behrlich ſein Geſchenk war.

Aber Louiſe ſtöberte in ihren Sachen.Hier habe ich einen Weſtenzeug für Bergſtröm und hier ein Hals⸗ tuch für Ulla, ſodann noch dieſen kleinen Beſen, um Spiegel und Tiſche abzuſtäuben. Iſt er nicht ſuperb? Und ſeht da dieſer Blaſebalg und die Kleinigkeiten da ſind für die alte Brigitte.

Nun, da wird die Alte glücklich ſein. Sie iſt ohne⸗ hin manchmal etwas verdrießlich geſtimmt, aber ein Kaffeeſchmaus und einige kleine Geſchenke verſöhnen ſie mit der ganzen Welt; und heute bekommt ſie ja Beides.

Und ſeht, welchen vorzüglichen Wind dieſer Blaſe⸗ balg hat. Er kann das elendeſte Holz zum Brennen brin⸗ gen ſeht, wie der Staub vor ihm herfliegt.

Uh, man wird ſelbſt fortgeblaſen, ſagte Gabriele lachend.

Während die Schweſtern noch mit Blaſen und Stäu⸗ ben und Louiſe mit der Bewunderung ihrer Erfindungen beſchäftigt waren, kam der Landrichter herein, vergnügt und warm.

Welche Geſchäftigkeit! rief er lachend.Ich ſoll dich von Mann und Kindern grüßen, Louiſe. Deine Jun⸗ gen gefallen mir ſehr gut. Aufgeweckte, lebhafte Burſche. Auch folgſam und artig. Dein kleiner David iſt ein wil⸗ der Springinsfeld und ein prächtiger Burſche. Nur Schade, daß er lahm ſein muß.

Roth vor inniger Freude bei dieſem Lob ihrer Söhne

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