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Polska in wirbelndem Takte fortgeſetzt wurde. Sich in dieſen Tumult hineinzubegeben, war für ein zartes Frauen⸗ zimmer beinahe lebensgefährlich; aber Petrea fürchtete in dieſem Augenblick keine Gefahr, außer die, ſich im wilden Lärm nicht bald genug Gehör verſchaffen zu können. Sie rief und verlangte den Wirth zu ſprechen; aber ihre Stimme wurde vom allgemeinen Getöſe ganz und gar verſchlungen. Schnell wand ſie ſich jetzt durch die käm⸗ pfenden und tanzenden Gruppen, zu den zwei Spielmän⸗ nern hin, die mit einer Art Raſerei ihre Geigen ſtrichen und mit den Füßen den Takt dazu ſtampften. Petrea er⸗ griff den einen am Arm und bat ihn um Gottes Willen einen Augenblick aufzuhören. Es handle ſich um Menſchen⸗ leben. Allein man achtete nicht im Mindeſten auf ſie und hörte nicht auf ihre Worte, ſondern ſpielte und tanzte mit einer Art Wuth fort.
„Das iſt gar zu toll,“ dachte Petrea,„aber ich will noch toller ſein.“ Und hiemit warf ſie einen mit Flaſchen und Gläſern gefüllten Tiſch über die Muſikan⸗ ten um. Bei dieſem Douchebad verſtummte die Muſik plötzlich. Die Tanzenden wunderten ſich über das Auf⸗ hören des Spiels und ſahen ſich um. Dieſen Augenblick benützte Petrea, ging in den Haufen hinein und rief den Wirth. Dieſer, der eben die Hochzeit ſeiner Tochter feierte, kam; er war ein dicker, etwas groß ſprecheriſcher Mann und hatte offenbar ein Glas über Durſt getrun⸗ ken. Petrea ſagte ihm in Kürze, um was es ſich handle, und bat um Leute, die den umgefallenen Wagen wieder aufrichten ſollen, ſo wie um etwas Wein und feines Brod für eine Kranke. Sie ſprach mit Eifer und Be⸗ ſtimmtheit. Nichtsdeſtoweniger ſtanden der Wirth und der vom Tanze und Getränken etwas berauſchte Haufen mit mißtrauiſcher Verwunderung um ſie herum und Pe⸗ trea hörte um ſich her flüſtern:„Die närriſche Frau! Es iſt die närriſche Frau! Nein, nein, ſie iſt es nicht! Ja, ſie iſt es doch!“ Und man muß geſtehen, daß Pe⸗ treas gufgeregtes Ausſehen, ſo wie der Zuſtand ihrer
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