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das Frauenzimmer am Roſenbuſch mit ihm zu looſen, wogegen ſie ihm als Schadenserſatz, im Fall das Glück ſie begünſtigen ſollte, ein Gemälde von eigener Kompoſi⸗ tion zuſagte, Etwas vorſtellend, das einen Tempel vorſtel⸗ len ſollte. Louiſe ärgerte ſich ſichtbarlich und ſchüttelte ihr kleines, kluges Köpfchen über die Schweſter. Die Mutter widerſetzte ſich dem Vorſchlag mit vielem Ernſt. Die arme Petrea wurde roth und ſchämte ſich wegen des tadelnden Blickes, der auf ſie geheftet wurde, allein der Kardidat war nach der Ueberraſchung des erſten Augen⸗ blicks gutmüthig genug, den Vorſchlag munter anzuneh⸗ men und eifrig darauf zu beſtehen, daß die Sache ihren Gang nehmen ſolle. Er maß jetzt mit ſcheinbarer Ge⸗ nauigkeit und großem Ernſt die Hoͤhe des Griffs auf bei⸗ den Seiten des Knöchels ab und zählte auf drei. Die Mutter hoffte im Stillen, er werde die Sache ſo einrich⸗ ten, daß er ſelbſt die Krone behalte. Aber nein, die Krone blieb in Petreas Hand und ſie ſchrie laut auf vor Freude. Nach dem Eſſen widerſetzten ſich die Eltern der Erfüllung
der Wette, aber der Kandidat beſtand ſo eifrig und mun⸗
ter darauf, daß es dabei blieb und Petrea, die glücklichſte der Sterblichen, das Frauenzimmer mit dem Roſenbuſch forttragen durfte, übrigens auch eine mütterliche Ermah⸗ nung mit auf den Weg bekam, die ihre Freude mit eini⸗ gen Thränen verdünnte. Der Kandidat hatte inzwiſchen durch ſeine Freundlichkeit gegen die Kinder und ſeine Güte gegen Petrea einen angenehmen Eindruck auf die Eltern gemacht.
„Wer weiß,“ ſagte Eliſe zu ihrem Mann,„vielleicht macht er ſich noch ganz gut. Er mag ſeine Fehler ha⸗ ben, aber er hat auch ſeine Tugenden. Er hat wirklich in Geſicht und Stimme etwas ſehr Gutes. Aber die Untugend, ſich immer zu beſpiegeln, muß man ihm abge⸗ wöhnen.“ „Ich verlaſſe mich auf meinen Freund B.,“ ſagte ver Landrichter,„und glaube, daß Etwas an dem Manne iſt. Seine Eitelkeit und geckenhaften Angewöhnungen
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