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Das Haus oder Familiensorgen und Familienfreuden : Erzählung / von Friederike Bremer
Entstehung
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Veränderung in den Vermögensumſtänden meiner Eltern, wider die ſo gewaltig auf unſere Stellung im Leben einwirkte, angen, dann die vielen Kinder, unendliche Beſchwerden, Beküm⸗ ſollen merniſſe, Krankheiten. Ich wäre mit Leib und Seele er⸗ wache. legen, wäre Ernſt nicht der Mann geweſen, der er iſt. Behag In ſeinem Charakter lag es gegen den Strom zu ſchwim⸗ ann. men, es war ihm eine Art Luſt, mit ihm zu kämpfen und der Ki den Widerſtand zu beſiegen. Mit jedem Jahr nahm er ſtänder mehr Arbeiten auf ſich und durch den angeſtrengteſten ſie nie Fleiß gelang es ihm allmälig, einigen Wohlſtand in ſein ſtellt Haus zurückzuführen. Und wie unendlich gut, welch gibt, ſanfte Stütze war er mir nicht in den Augenblicken, wo mich ich mich ohne ihn ſehr unglücklich gefühlt hätte! Wie füllen manche Nacht hat er nicht meinetwegen durchwacht, wie kleine oft hat er nicht auf ſeinen Armen ein weinendes Kind in Hausl den Schlaf gewiegt! Und jedes Kind, welches kam, um mir v ſeine Arbeit, ſeine Sorge zu vermehren, wurde immer Anmu als eine Freude, als ein Gnadengeſchenk von Gott em⸗ pfangen und ſeine Erſcheinung war ein Feſt im Hauſe. mir, Wie hat ihm nicht mein Herz dafür gedankt, wie hat Meine nicht ſeine Kraft, ſeine Zuverſicht, die meinige geſtärkt! lere Als die kleine Gabriele zur Welt kam, war ich dem Tode Mann ſehr nahe; ich bin feſt überzeugt, daß ich ohne Ernſts neuer Sorgfalt von meinen rielen Kleinen hätte ſcheiden müſſen. mir k Während des Zuſtands großer Schwäche, der auf die Ent⸗ haſte bindung folgte und mehrere Monate andauerte, berührte Meine mein Fuß ſelten den Boden, denn Ernſts Arme trugen ſo leit mich, wohin ich wollte. Er war unermüdlich in Güte beunrt und Geduld gegen die kranke Frau. Sollte deßhalb nicht Ich k die Geſunde ihm ihr Leben widmen! Ach ja, das will ſeinen ſie, das wird ſie. Wäre nur meine Kraft eben ſo ſtark, Gegen wie mein Wille! Weißt du, Cäcilie, was mir oft großen Auger Kummer macht? Ich bin keine geſchickte Haushälterin, änder: es fehlt mir an Sinn und Gedächtniß für allerhand Ge⸗ ſo gr ſchäfte, von denen der Wohlſtand des Hauſes abhängt. Beſonders iſt mir die tägliche Sorge für das Eſſen zu⸗ hen, * der P