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ſeiner Seite befand ſich düſter vor ſich hinſchauend der Verurtheilte, dem er Troſt zuſprechen ſollte auf den letzten Lebensgange, dem er durch das Wort des Herrn Muth und Standhaftigkeit einflößen ſollte, zur Ertra⸗ gung des unabänderlichen Schickſals. Es war Pinches, ſein Sohn.
Der Rabbi hielt das offene Tillimbuch in der Hand, aber er vermochte nicht zu beten, die Zeichen flirrten vor ſeinen Augen, die Zunge war ſchwer wie Blei. Immer näher kamen ſie dem Ziele, immer kleiner wurde die Friſt, die den Mörder vom Tode trennte.
„Pinches,“ ſtammelte der Rabbi,„haſt Du alle Deine Vergehen vor dem Gerichte bekannt.“
„Ja, Rabbi!“—
„Laſtet kein Verbrechen mehr auf Deinem Ge⸗ wiſſen?“
„Nein!“
„Bedenke, daß Du jetzt für Deine geſtandene Sünden büßeſt, verſchärfe Dir die Strafe drüben nicht, wenn Du, als ein verſtockter Sünder aus dem Leben ſcheideſt.“
„Ich habe Alles geſtanden.“
Nun trat eine minutenlange Stille ein.
„Rabbi!“


