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trennte; geräumige Heffnungen, die mit ſchwachen Holz⸗ ſtäben verwahrt waren, gewährten einen bequemen An⸗ blick in das Innere des Tempels.
Der Talmudiſt, nachdem er ſich an dem Waſſer⸗ becken die Hände benetzt, und mit einem Bücklinge ein kurzes Gebet geſprochen hatte, blieb in der Vorhalle ſtehen, denn er wußte es nur zu gut, daß dieſe zur Bethſtelle für arme Fremde beſtimmt ſei.
Von der Reiſe ermüdet hatte ſich der Jüngling auf eine Bank niedergelaſſen, die Ruhe that dem erſchöpften Körper wohl, mitten in dem begonnenen Gebete plötzlich innehaltend, verſtummten ſeine Lippen, die Seele verlor ſich in das geiſtige Anſchauen vergangener Tage, erlo⸗ ſchene Bilder tauchten wieder friſch vor ſeinen Blicken auf, er war nicht mehr der vom Schickſale unter fremde Menſchen geworfene, nicht mehr der von allen Verwandten und Freunden verlaſſene Jüngling, er war wieder das Kind im Vaterhauſe, der von lieben Eltern, Geſchwiſtern und jugendlichen Geſpielen umgebene Knabe, er ſah ſich wieder in der Stube, wo ihn die Mutter als Säug⸗ ling geſchaukelt, wo der Vater über ihn an jedem Feier⸗ tage den Segen gebetet; als alle dieſe bunten Glücks⸗ ſcenen ſich in ſeinem Innern geſchftig herumtummelten, als ſie ihn, wie an zauberhaften Roſenbanden in die


