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er thun, wohin er den Blick wenden ſollte, aber er verdoppelte ſeine Schritte, um nur dem Spottfeuer ſo ſchnell als möglich zu entkommen. Da hat man's, brummte er vor ſich hin, wer den Schaden hat, darf für den Spott nicht ſorgen! Nebſt all dem, was ich ſchon erlitten und erduldet habe, kann ich jetzt auch dem ganzen Markte zur Zielſcheibe ſeines Uebermuthes dienen; aber's geſchieht mir ſchon recht, was hab' ich einem ſteieriſchen Fräulein nachzulaufen? Hinterm Ofen bleiben, was zum Ofen geboren iſt, und nicht aufs Roß wollen, was auf den Gaul nicht gehört! hätt' ich das befolgt, es ſtünde mit mir viel beſſer als jetzt!
Er ging, nebſt dem den Tod ſeines Verwandten betrauernd, raſchen Schrittes auf die Hütte zu, in welcher Lisbertha mit einer alten Baſe wohnte; das Mädchen war allein zu Hauſe, und konnte daher ih⸗ rer Freude über Poſtl's Erſcheinen ungeſcheut freien Lauf laſſen; ſie war herzensfroh, daß er wiederge⸗ kommen war, und äußerte auch unverholen ihre Freude darüber. Hanns erzählte ihr die Verlegenheit, in welche ihn die Bemerkungen einiger Märktler gebracht hatten, allein Lisbertha betrübte ſich nicht darüber, ſondern ſprach: Haſt du Dir's eingebrockt, ſo kannſt Du's auch verſchlucken! Wie man ſich's bettet, ſo liegt man!
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