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Waldfräulein oder Ritter und Adept : romantische Sage der Vorzeit / von Eduard Breier
Entstehung
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230 gedenkſt Du nun zu thun? forſchte endlich Medardus. Das Maädchen blickte ihn mit einem Ausdrucke an der ſeinen Rath erheiſchte, und der Adept fuhr raſch fort: Deines Weilens iſt ferner nicht auf dieſer Burg, wir Beide müſſen fort von hier!

Ein einziges Wort in dieſer Rede, weckte einen Funken von Verdacht in ihrer Seele, und im Nu war er zur Flamme angefacht. Sie ſtieß einen gellenden Schrei aus, es klang wie ein ſardoniſches Lachen, ob welchem Medardus heftig erſchrack; er ſah ſie an, ſie ihn, mit eben ſo forſchenden Blicken, keines von Beiden wollte die eingetretene, tiefe Pauſe unterbrechen. Die Urſache dieſer plötzlichen Wirkung war, daß nach Medardus Aeußerung Beide die Burg verlaſſen müßten. Wa⸗ rum auch Er? dachte ſie; weil er mich von hier wieder entfernen will, weil er mein Verhältniß zu Linzern wieder zerſtören will, ſo wie er es bereits das erſte Mal an einem anderen Orte gethan; er will mich fort⸗ locken von hier, um wieder anderwärts ſeine Teufels⸗ künſte zu treiben, es iſt ihm nur darum zu thun, mich weg zu haben; nein, dießmal ſoll es ihm nicht gelingen!

Da Liana das Schweigen noch nicht unterbrechen wollte, ſo that es Medardus: Nun Mädchen, was ſollte Dein Gelächter bedeuten? was dieſer ſtiere Blick?

Liana kam, aus ihrem Denken geriſſen, zu ſich;