224 Alte?— Jene Stimme die ſich einſt vor meiner Klauſe hören ließ?— Gertrudens Retterin— Sollten dieſe Alte nur ein und daſſelbe Schemen, ein und dieſelbe Fei ſein, die ſich meinen Plänen entgegenzuarbeiten, verſchworen hat?— Er getraute ſich nicht, dieſe Frage bejahend zu beantworten, weil ihm in dieſem Falle jede Hoffnung auf Gertrudens Beſitz für die Zukunft geraubt war; aber ein Gefühl in ſeinem Innern ſagte ihm, daß dieß wirklich der Fall ſei. Er rang die Hände in verzweifelnder Wuth, aber zu ohnmächtig, einen neuen, friſchen Kampf gegen ſolche Macht zu beginnen, eines Theils auch nicht entſchloſſen genug, um neue Nachfor⸗ ſchungen zu veranſtalten, wußte er nicht, was er nun unternehmen ſollte; die Kunſt, Gold zu machen, war nur das Lockmittel für Linzer geweſen, denn er verſtand viel zu wenig von der Wiſſenſchaft, um dieſen damahls ſo beliebten Zweig, mit Erfolg betreiben zu können; er war mehr als Laie, und konnte nur ſo viel, um den unwiſſenden Linzer zu blenden. Unter Plänen und Beſchlüſſefaſſen, verging der Tag, am Abende kehrten die Späher zurück, der Ritter mit ihnen, aber ſie hatten nichts entdeckt, nichts gefunden, auch der Würflacher Weinzürl war ihnen nicht begegnet. Da die beim ge⸗ ſtrigen Feſte geladen geweſenen Gäſte ſich ſchon am frühen Morgen entfernt hatten, ſo war es jetzt auf dem Schrattenſtein wieder einſam und ruhig, am nächſten
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Waldfräulein oder Ritter und Adept : romantische Sage der Vorzeit / von Eduard Breier
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