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Waldfräulein oder Ritter und Adept : romantische Sage der Vorzeit / von Eduard Breier
Entstehung
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20 Heidi! ſchon ſo frühe Im thauigen Wald? Die Blätter noch dunkel Von Gold nicht umſtrahlt; Die Fährte noch ruhig, Die Waſſer noch kalt, Was gibt es ſo zeitlich Im thauigen Wald?

Hanns Poſtl hatte dieſe Töne kaum vernommen, als er aufſprang und ſprechen wollte, allein der Sied⸗ ler winkte ihm raſch, er ſchwieg, und die Sängerinn fuhr fort:

Willkommen! Hanns Poſtl! Was ſuch'ſt in der Klauſe? Viel beſſer, Du bliebeſt In Würflach zu Hauſe; Denn wo das Verbrechen, Wo Sünder nur wohnen;

Da kann nicht die Treue, Kann Liebe nicht thronen!

Der Klausner wie vom Schlage gerührt, zuckte zuſammen, ſprang auf und ſtürzte eilig aus der Hütte. Da iſt ſie, das iſt mein ſteiriſches Fräulein! ju⸗ belte Hanns, und folgte ihm nach.

Außen war Alles ruhig und leer wie früher, die Beiden durchſtöberten die nächſte Umgebung der Klau⸗ ſe, ſie ſuchten dann weiter in der Runde, aber Al⸗ les blieb vergebens, von der Sängerin war keine Spur mehr vorhanden.

Darauf kehrten ſie mißmuthig in die Hütte zurück.

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