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Die Hußiten in Luditz : Roman / von Eduard Breier
Entstehung
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Störerin ſeiner Ruhe an ſeiner Mörderin nehmen. Mit rollenden Augen durchkreuzte er den Menſchen⸗ gefüllten Raum, allein er konnte nichts entdecken, ſein gieriges Verlangen blieb unbefriedigt.

Nach einer Weile tiefen Sinnens kehrte er ins Haus zurück; der Gedanke: daß ſich das ſchutzloſe Weib nicht in den Tumult gewagt haben könne, und irgendwo verborgen ſein müße, hatte ihn zum erneuer⸗ ten Nachſuchen bewogen. Er begann nun alle Räume durchzuſtöbern, die Rache ließ ihn mit einem unermü⸗ deten Eifer ſeine Forſchungen fortſetzen; allein ſie blie⸗ ben ohne Erfolg, keine lebende Seele zeigte ſich im ganzen Hauſe.

Darüber war mehr als eine Stunde verfloſſen, die Brandfackel war indeſſen aufgelodert, die glühen⸗ de Lohe kroch von einem Dache zum andern; das gräß⸗ liche Freudengejauchze der Hußiten hierüber, lockte ihn zum zweiten Male auf den Platz, da ſtürzte eine Frauen⸗ geſtalt herbei; es war die Geſuchte. Die heimli⸗ chen Anhänger der Kelchner hatten ſich in einem Hauſe verſammelt, um dann dem Feldherrn bei ſeinem Ein⸗ zuge entgegen zu kommen, und ihm ihre Freude über den errungenen Sieg zu bezeigen; als ſie aber von der Feuersbrunſt in Kenntniß geſetzt wurden, flohen ſie