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Die Hußiten in Luditz : Roman / von Eduard Breier
Entstehung
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ter ſich, die alte Marza folgte ihnen, und bald wa⸗ ren alle Vier in den finſtern Gang verſchwunden. Wie vom Blitze getroffen blieb Wenzel ſtehen, da ſtürm⸗ ten die Feinde heran.Hier iſt das Rattenloch, ſchrie der Vorderſte von ihnen,hier haben ſich die Hunde verkrochen, nur mir nach!

Er wollte dem Eingang entgegen, da ſtand aber Wenzel mit gezogenem Schwerte Ein Gefalle⸗ ner als Hüther des Paradieſes! Mit Löwenmuth ver⸗ theidigte er den Ort, die Hußiten drangen auf ihn ein, allein eine übermenſchliche Kraft der Verzweiflung ließ ihn ſiegreich ſeinen Platz behaupten; er focht wie ein Wüthender, ſo daß ſich ihm Keiner nähern konnte, und wer es ja wagte, der war auch dem Tode ver⸗ fallen!

Länger als eine Viertelſtunde währte der Kampf und noch war Wenzel unermüdet; der Athem ſtockte ihm ſchon im Buſen ſchwere Schweißtropfen ran⸗ nen ihm unter dem Helm über die Stirne und Antlitz herab da kamen Bogenſchützen der hußitiſchen Par⸗ thei herbei ſie ſahen den Kampf, und einen Augen⸗ blick darauf ſank der Sohn des Bürgermeiſters, von mehr als zwanzig Pfeilen durchbohrt, zu Boden.Va⸗ ter! ſtammelte er, Dein Fluch ſchmerzt mehr, als dieſe Wunden, ich hab' ihn ver dient!

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