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Der Name der Geliebten wirbelte ein ganzes Heer von Gefühlen in der Bruſt des Jünglings auß die wehr⸗ und ſchutzloſe Jungfrau in der Gewalt des wüthenden Feindes— dieſes einzige Bild war hinreichend, ihn ſchaudern zu machen; mit aller Schnelligkeit, die ihm zu Gebote ſtand, ſtürzte er der Gegend zu, wo der Garten ſeines Vaters lag; in ziemlicher Ferne ſchon drang von der erſtürmten Stadtmauer das Siegesgeſchrei der tobenden Kelchner in ſein Ohr. Wenige Minuten nur vermochten die Söldner die Sieger aufzuhalten, ſie wurden umrun— gen, allein auch da wehrten ſie ſich tapfer und männlich.
„Verdammte, hußitiſche Hunde!“ ſchrie ein Rot⸗ tenführer, und ſchlug den Nächſten der Feinde nieder; in dieſem Augenbliche erhielt er von rückwärts einen tödtenden Streich.„Auch recht!“ ſtöhnte er, ein Blut⸗ ſtrom guoll aus ſeinem Haupte, er ſank zu Boden, und verhauchte ſein Biederleben. Auch die Andern zo⸗ gen den Tod vor— und fanden ihn Alle,— keinen Einzigen ausgenommen. Im Kampfe gegen Hußiten war dieß das beneidenswertheſte Loos eines Kriegers.
Die Thore waren geöffnet, und nun erſt ſtrömte die ganze Macht Ziska's herein. Der Kampf, den wir früher im Allgemeinen gemalt haben, fand jetzt
im Einzelnen Statt. Wie wenn man Queckſilber auf 20


