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Die Hußiten in Luditz : Roman / von Eduard Breier
Entstehung
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winterlichen Jahreszeit war hier ein Ueberfluß üppig blühender Blumen an den Wänden gereiht, deren Düfte vereint, ſo zu ſagen, den Luftkreis des Gema⸗ ches bildeten. Vorhänge, aus grünem Seidenzeuge, umrauſchten faltenreich den größten Theil der Fenſter, ſo daß das Tageslicht nur durch die unterſten Scheiben einzudringen vermochte; hiedurch wogte ein trauliches Halbdunkel in dem anmuthigen Aufenthalte der rei⸗ zenden Dame. Sie ſelbſt lehnte auf einer ſchwellenden Polſter⸗ bank, welche von einem blauen Ueberwurfe, aus geſchornem Sammt mit goldigen Borten und Blumen übernäht verhüllt war. Das ſchwarzlockige Haupt ruhte auf der weißen Hand, während die Linke aus⸗ geſtreckt hinabhing, und eine Laute hielt, die mit ihrem untern Theile ſich an den teppichüberlegten Boden lehnte. Der ſchlanke Wuchs unſerer Huldin war von einer wei⸗ ßen Schleierhülle umfloſſen, die ſich fein an die üppi⸗ gen Formen ſchmiegte, und die verborgenen Geheim niſſe ſchier mehr als ahnen ließ. Das Antlitz ſelbſt bildete eine Vereinigung der lieblichſten Züge, die, von dem Feuerauge gleichſam erleuchtet, jedem Mannes⸗ herzen um ſo gefährlicher werden mußten.

Mit einem Sehnſucht verrathenden Blicke ſah die Schöne dem Stadtſchreiber entgegen, deſſen lange,

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