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Die Hußiten in Luditz : Roman / von Eduard Breier
Entstehung
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ihm der hochverehrte König Wenzel der Vierte,

mit ſeiner Würde zugleich verliehen hatte; ein feiner, gekrempter Federhut ſaß kühn auf dem ſchneeigten Haupte, deſſen bleiches, tiefgefurchtes Antlitz nicht nur Spuren eines weit vorgeſchrittenen Lebensalters, ſondern auch eines herben Kummers deutlich anzeig⸗ ten; in der Hand trug er ein Hiſpaniarohr mit dem ſchweren goldenen Knopfe, und wer auch den ſtattli⸗ chen Mann nicht perſonlich gekannt hätte, würde doch aus dieſem Symbole ſeine hohe Stelle herausgefun⸗ den haben. Es war Herr Prokopius Hladek, der damalige Bürgermeiſter der feſten Stadt Luditz⸗

Der Mann an ſeiner linken Seite hielt ſich im⸗ mer um die halbe Mannsbreite hinter dem Stadther⸗ ren, ſeine Haltung trotz der hohen hagern Geſtalt, war eine immer vorwärtsgeneigte; ſie verrieth, ſo wie jede ſeiner übrigen Mienen und Geſten, eine übertrie⸗ bene Demuth, die vielleicht nur einer heuchleriſchen Heimtücke ihre Entſtehung verdanken konnte. Dem dürren langgezogenen Antlitze war der Tipus eines ewigen Lächelns aufgeprägt, welches, ſo wie die knö⸗ cherige Stumpfnaſe und die kleinen grauen Augen, der ganzen Phiſiognomie ein unausſtehlich zuwideres Anſehen gaben.