Teil eines Werkes 
2. Bd. (1848)
Entstehung
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zehnte Stunde verbrannt zu werden, weil dann am Abende das Peſſahfeſt ſeinen Anfang nimmt, befand ſich Rabbi Eliah allein in ſeinem Gemache.

Er las emſig in einem Buche, und war in ſeinem Gegenſtand ſo vertieft, daß er das Geräuſch, welches mehrere Vorübergehende auf der Straße verurſachten, ganz überhörte. Aſcher, der auf ſei⸗ nen Befehl mit dem Aufräumen der Bücher und Skripturen beſchäftiget war, vernahm das Gemur⸗ mel bald, und ſprach: Rabbi! ich höre draußen ſprechen und kommen!

So geh' hinaus, Aſcher, und ſieh nach, wer es ſei.

Der Diener ging, Eliah blieb aufmerkſam.

Iſt der Rabbi zu Hauſe? fragte eine volle Mannesſtimme außen.

Ja! antwortete Aſcher.

Das Gemurmel kam näher; Eliah erhob ſich, die Thüre ging auf, und mehrere Männer traten ein.

An ihrer Spitze befand ſich eine hochgewachſene Geſtalt, in reichen Kleidern, mit vornehmen, aber freundlichen Manieren. Ein ſchön gekräuſelter, ſchwar⸗ zer Bart bedeckte das Kinn und die Wangen, gleich⸗ farbige Haare fielen rückwärts über die Schulter hinab, das Auge war dunkel, der Blick feſt, die