Teil eines Werkes 
2. Bd. (1848)
Entstehung
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2* lichkeit Preis geben konnte, laſtete ſchwer auf ſeiner Seele. Er hatte in einer vertrauten Stunde bei Eßman ſich Dieſem ganz vertrauen wollen, allein der würdige Chacham bat ihn, hievon zu ſchweigen.

Wir, die wir uns zu Euren Freunden zählen ſprach er ſind im Voraus überzeugt, daß ſolche Geſinnungen Eurer Seele fremd ſeien; die Anderen wer⸗ den meinen Worten eben ſo wenig Glauben ſchenken, wie den Euren; bewahrt daher das Geheimniß, und er⸗ niedriget Euch ja nicht zu einer Vertheidigung, unter welcher Eure Würde nur leiden müßte. Ueberdieß iſt das YPeſſahfeſt da, Herr Ephraim Steußen, unſer Zechmeiſter muß Heute oder Morgen von Wien anlangen; ſein Machtwort wird die Böſen zum Schweigen bringen.

Damit begab ſich der Rabbi auch zufrieden; er kehrte nach Hauſe zurück und vermied es, außer dem Gottesdienſte unter der Gemeinde zu erſcheinen. Joſe blieb für dieſe Tage, außer Eßman, der einzige Beſuch, den er annahm, jedoch geſtattete er ihm nicht, von Eiſak's Familie zu ſprechen.

Am Vorabende des vierzehnten Tages im Mo⸗ nate Niſſan, das iſt an jenem Abende, an welchem das Wegſchaffen alles Geſäuerten in den Judenhäuſern vor ſich geht, um am folgenden Vormittage um die