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geht ſtumm und blaß umher, ihr Bruder hat ſie aus⸗ geſchmählt, hat das Recht des Aeltern geltend gemacht. Er hat ihr gedroht, ſie geſcholten und ſie auf eine em⸗ pörende, unwürdige Weiſe behandelt!
Dieſe Nachricht erſchütterte den Rabbi; was ſollte, was konnte er thun? 1
Unaufgefordert erzählte Jo ſe die Auftritte zwiſchen Naphtali und Mirjam, wie ſie vor und nach dem Beſuche des Rabbi Statt gefunden hatten; alſo gezwungen mußte die arme Frau im Nebengemache Zeuge der Scene ſein! Dem Rabbi fiel eine Laſt vom Herzen: Mirjam war gereiniget von dem Ver⸗ dachte, den er ſo ungern auf ihr ruhen ließ. Ach! dachte er, wär' ich auch ſo rein in ihren Augen, wie ſie es in den meinen iſt!
Der Jüngling hatte ſeinen Bericht beendet und fuhr fort:
Dieß Alles hat mir Jedida erzählt; ſie hat mit Mirjam geſprochen und meint, es gäbe nur Ein Mittel, um für den Augenblick den Sturm zu beſchwören.
Welches iſt dieſes? fragte Eliah raſch.
Du mukt ſuchen, verehrter Rabbi! Dein An⸗ ſehen alſogleich wieder herzuſtellen. Dieß kannſt Du aber nur dann, wenn Du den Namen jener unbe⸗


