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Der Knecht ging auf ihn zu, und überreichte ihm ein ſorgfältig zuſammengefaltetes Papier. Unmu⸗ thig öffnete es der Rabbi, las und zerknitterte es; dann zerriß er es in kleine Stückchen, die er wie Spreu in's Gemach warf.
Er blickte Aſcher an, ſeine böſe Laune ver⸗ flüchtigte ſich, er fand Wohlgefallen an dem Geſchöpfe, ſo unſchön und ſo unbeholfen es war.
Auch Du, Armer— redete er halblaut vor ſich hin— auch Du biſt eine unſchuldige Urſache meiner Widerwärtigkeiten; ſie ahnen ein Geheimniß in Dei⸗ ner Perſon, und wollen, daß ich es ihnen Preis gebe, daß ich mein großes, mein heilig Werk in die Winde ſtreue, daß ich vor ihren gierigen Blicken den dunklen Schleier lüfte, damit ſie das, was ich geſchaffen, durch ihr freches Betaſten entweihen. Nein— ſie ſollen's nicht erfahren, ſie ſollen in der peinigenden Ungewißheit bleiben; ihr Miß rauen gegen mich verdient es nicht, daß ich ſie ſolch eines Vertrauens würdige.— Komm näher zu mir, Aſcher! wandte ſich der Rabbi
nach einer Pauſe zu dem Angekommenen— wer hat
Dir dieſe Zeilen eingehändiget? Ein kleiner Knabe.
Von welcher Seite kam er? Von dieſer!


