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ein Prinz, zwei Prinzeſſinnen, eine Königin,*) zwei Kardinäle, Herzoge und Markgrafen, dreizehn Bi⸗
ſchöfe, ſechzehn Fürſten, eine Anzahl von Grafen und Herren ſaßen an jener Tafel; ſo lange die Welt ſteht,
wurde noch keinem Freiherrn ſolche Ehre zu Theil!!!*²) Das Feſt währte bis in die zehnte Nachtſtunde, und wurde mit einem Tanz beſchloſſen.
Am anderen Tage fanden wechſelſeitige Beſchen⸗ kungen Statt. Der Kaiſer verehrte den Frauen der Prinzeſſin 600 Ellen Sammet, Damaſt und anderen Seidenſtoff; dem Polenkönig ſchenkte er zwei getigerte Roſſe, deren Eines bis auf die Hufe hinab in Stahl und Eiſen gehüllt war, und Beide köſtliches Sattel⸗ zeug aufliegen hatten. Hierüber war Siegmund ſo erfreut, daß er zum kaiſerlichen Geſandten ſprach: „Er nehme dieß Geſchenk zum freundlichen Dank an, und wolle, worin er dem Kaiſer dienen kann, ſich Lebelang zu deſſen Wohlgefallen willfährig finden laſ⸗ ſen!“ Der Ungarkönig erhielt eine mehr künſtlich gear⸗ beitete, als koſtſpielige, ſilberne Weinkanne, und Prinz Ludwig überkam gleichfalls ein getigertes Roß und
*) Die Königin von Dänemark.
**) Dieſe Tafel, und ein am anderen Tage abgehaltenes Rit⸗ terſpiel, ſind auf den erwähnten Gemählden zu Nikols⸗ burg abgebildet.


