238 geben; denn der Dietrichſtein war der Liebling ſeiner Seele.
Maximilian züählte einen großen Kreis von Helden, Gelehrten und Staatsmännern um ſich, er hat ſie alle geehrt und ihnen hochvertraut; den D iet⸗ richſtein aber hielt er wie den Stern ſeines Auges, er ſelbſt bildete ihn heran für die großen An⸗ ſprüche der Geſchäfte und der Waffen; er ſelbſt ſtif⸗ tete dieſe Verbindung mit der Tochter des Hofmar⸗ ſchalls und Hofmeiſters der Infantin, welche das Glück und die Zierde von Siegmund's Leben war; er ſelbſt wollte daher am Tage jener weltgeſchichtlichen Doppelheirath einen nicht minder wichtigen Ehebund für ſeinen Liebling ſtiften. Wie hoch M aximilian ſeinen Siegmund Dietrichſtein hielt, läßt ſich aus dem ermeſſen, daß er auch noch im Grabe mit ihm vereint ſeyn wollte— Beide ruhen in der Georgs⸗ kapelle in der Burg zu Wiener⸗Neuſtadt, unter den Stufen des Hochaltars— Dietrichſtein zu den Füßen ſeines Freundes und Kaiſers! Er ſelbſt und der Hungarkönig führten die Braut zum Altar„zwiſchen ihnen ſaß ſie an der Tafel, auf welcher 300 Speiſen ſtanden, und wo die alte und neue Welt ihr Füllhorn ausgeſchüttet zu haben ſchien, um dieß Silber, Gold und Edelgeſtein zu liefern. Ein Kaiſer, zwei Könige,


