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Jetzt trat der Katzenſteiner bei Seite, der Kaiſer erhob ſich und ſprach zu Naſſenfuß: Der Uns ge⸗ leiſtete Dienſt ſoll nicht unvergolten bleiben! doch Du, wendete er ſich„ ziirnender Miene zu Siegfried, der Du umherziehſt im Lande unter Trug und Lug, der Du es gewagt haſt, ſogar hier mit falſchen Anſprüchen aufzutreten, und Dir fremdes Verdienſt anzueignen,— Du, welcher in einer böſen Stunde geboren ſcheinſt, da — wie ich ſo eben vernahm— der Himmel ſelbſt Dir das verrätheriſche Zeichen ſeines Zornes auf die Stirne gedrückt, Du ſollſt Deinen Lohn empfangen!
Siegfried vermochte ſich nicht mehr zu beherr⸗ ſchen; ſein Antlitz hatte ſich bei dieſen Worten mit je⸗ nem fürchterlichen Bloß überzogen, welches ſtets der Vorgänger ſeines unglücklichen Zuſtandes war; er zit⸗ terte wie Baumlaub im Wind, das Auge wurde ſtier, das glühende Zeichen trat auf die Stirn. Welch ein Zeichen! ſprach Naſſenfuß abſichtlich ſo laut, daß er von den Umſtehenden gehört werden konnte.
Er iſt gezeichnet! riefen Viele der Edlen.
Wehe, er iſt gezeichnet! ſchrie das Volk!
In dieſem Augenblicke trat jener finſtere Mann auf ihn zu, faßte des Jünglings Hand, und rief mit lauter Stimme gegen die Menge: Er hat es gewagt, ſeinen Fürſten zu belügen, er iſt meiner Geißel verfallen,


