Teil eines Werkes 
2. Bd. (1848)
Entstehung
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Jetzt ertönte wieder Trompetenruf, des Herolds Stim⸗ me erſcholl von Neuem, und forderte den Schreiber jener Zeilen vor, die am Abende früher durch einen Unbekannten im Pallaſte des Landeshauptmannes ab⸗ gegeben worden waren. Wie ein Blitz fuhr es bei die⸗ ſen Worten Siegfrieden durch's Herz, er zertheilte die Menſchenreihe, welche ihn noch von der Treppe trennte; dieß währte einige Augenblicke, dann ſtürmte er dieſe mit glühendem Antlitze hinan jetzt ſtand er am Ziele, deſſen Erringen bisher der Inbegriff aller ſeiner Wünſche war; jetzt glaubte er die Schwelle ſei⸗ nes Mißgeſchickes im Rücken zu haben, da ſtand ihm wie ein grauſes Schreckbild ſein Verfolger, ſein Stief⸗ vater gegenüber. Siegfried taumelte einige Schritte zurück. Großes Staunen bemeiſterte ſich aller Zuſchauer, ſelbſt der Kaiſer ſah verwundert auf die Beiden, wel⸗ che auf Einen Ruf, auf beiden entgegengeſctzten Trep⸗ pen herangekommen waren, und denen man es anſah, daß ſie ſich als Gegner gegenüber ſtanden. Dieſe konn⸗ ten nicht im Einverſtändniß handeln, und doch woll⸗ ten ſich Beide als Schreiber jener Zeilen geltend machen; Einer von ihnen mußte alſo ein Betrü⸗ ger ſeyn!

Siegfried's Feind, auf dieſen Auftritt vorbe⸗ reitet, ließ deſſen Betroffenheit nicht unbenützt vor⸗

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