Teil eines Werkes 
2. Bd. (1848)
Entstehung
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wache Sperlinge in den Gebüſchen und Hecken zu zwit⸗ ſchern, hie und da ſchlug eine Nachtigall aus dem trau⸗ lichen Buſch, es wurde lebendig auf der Erde und in den Lüften. Siegfried ging ſchweigend hinter Duna her, Neugierde und Ungewißheit peinigten ihn; wäh⸗ rend ſeine Füße ihn aus Laibach hinaus trugen, blieb die Seele daſelbſt zurück. Er verſuchte es einige Male, Duna anzuteden, erhielt aber keine Antwort, ſon⸗ dern nur die ſtumme Bedeutung, ſich zu gedulden. So hatten ſie bereits eine hübſche Strecke außerhalb der Stadt zurückgelegt, als ſich links von den Aeckern quer hinüber ein ſchwarzer Streifen zu bewegen ſchien. Das Halbdunkel ließ der Entfernung halber nichts Näheres erkennen. Duna blieb forſchend ſtehen, die ihr Folgenden, ihrem Beiſpiele nachahmend, thaten ein Gleiches. Je länger ſie ſtanden, deſto näher bewegte ſich der Gegenſtand, und aus der Dunkelheit trat nach und nach eine Gruppe hervor, welche aus mehreren Männern beſtand. Duna durchflog raſch die Umge⸗ bung, ein nahes Gebüſch am Feldrain kam ihr erwünſcht; ſie winkte den Anderen, ihr hinter dasſelbe zu folgen. Die Gruppe war indeſſen wieder näher gekommen, im⸗ mer mehr entfalteten ſich die einzelnen Theile derſelben, immer ſchärfer traten die Umriſſe hervor, man konnte bereits einzelne Geſtalten wahrnehmen es waren Männer, welche etwas herbeiſchleppten ſie waren

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