Teil eines Werkes 
2. Bd. (1848)
Entstehung
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wieder in unſre Angelegenheiten zu mengen Ihr werdet ſehen, mein zukünftiger Herr Schwieger, die Sache nimmt kein gut Ende. Hohl der Henker alle Hexen und Räuber! von Morgen an ſoll's anders werden ich ſag' meinem Junker Valet, pack' meine Urſula zuſammen, und zieh' gen Wien; indeſſen könnt Ihr Eure ſieben Sächelchen zu baarer Münze machen und nachkommen. Ihr werdet auch dort Arbeit genug be⸗ kommen, und wenn Ihr auch den Kram nicht auf einer oberen Brucken, wie hier haben werdet, ſo werdet Ihr ihn doch im Schuſtergäßlein, oder ſonſt wo bekommen, und für Kundſchaften, da laßt nur den lieben Herrgotth ſorgen; wir haben in unſerem Wien Pflaſtertreter genug, die mehr Rindsleder als ſonſt was brauchen.

Meiſter Felir war mit Kajetan ganz einver⸗ ſtanden, und äußerte ſich hierüber auch ohne Bedenken. So unterhielten ſich Beide von ihrem zu beginnen⸗ den Leben, und ſchmiedeten Pläne für die Zukunft. Indeſſen begann das Schwarz der Nacht zu ſchwinden, und der Tag fing zu grauen an. Im Oſten röthete ſich der Himmel, ein erfriſchender Wind wehte von dem nördlichen Gebirge her, um gleichſam die Nacht zu ver⸗ ſcheuchen, die Aehren der umliegenden Felder wiegten ſich, und glichen den grünen Wellen eines Sees, über deſſen Fläche der Wind ſtreicht. Auch begannen ſchon