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plötzlichen Rumor nicht ſattſam verwundern. Dem Jun⸗ ker ſchlug ſein Herz unruhig im Leibe, denn nun war ſein Werk begonnen. Allein was ſollte der Aufruhr in der Stadt? ſuchte man vielleicht den Schreiber dieſer Zeilen? Oder war man dem Theilnehmer von Seite der Republik auf der Spur? Duna's Warnung vor einem Feinde konnte er nur auf ſeinen Stiefvater be⸗ ziehen.— Sollte dieſer vielleicht die Unterſuchung ver⸗ anlaßt haben?— Er dachte einige Augenblicke nach und beſchloß, mit Kajetan hinauszueilen und Du⸗ na aufzuſuchen, denn ihrer Warnung zu Folge mußte ſie etwas Näheres wiſſen. Unter dem Vorwande, nach der Urſache des Ereigniſſes zu forſchen, verließ er daher mit Zwickler und Meiſter Felix, welch Letzterer dem Sammelplatz der Bürger zueilte, zu gleicher Zeit das Haus.
Auf dem Sammelplatze ſah man Wächter, Be⸗ waffnete und Bürger durcheinander rennen. Alles ge⸗ ſchah mit einer Eile und Schnelle, daß man ſchier hätte glauben ſollen, ihr Zweck ginge bei einem nur Mi⸗ nutenlangen Aufenthalte verloren; mitunter ſah man auch Knappen und Knechte fortrennen, wahrſcheinlich, um aus den Vorſtädten für ihre Gebiether Roſſe zu holen; das Ganze, welches nach dem Plane des Lan⸗ deshauptmannes eine heimliche Unterſuchung hätte wer⸗ den ſollen, war ohne deſſen Willen faſt zu einem offe⸗


