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rufen— und zerſtörte auf ſolche Weiſe die ganze Be⸗ ſchwörung.
Er verſank wieder in Stillſchweigen und fuhr dann fort: Es iſt vorbei; es wird auch mit mir bald vorbei ſein!— Lies weiter.
Der Geheimſchreiber wollte eben fortfahren, die Bitte der Königinn zu leſen:
Doch daß Ihr mir meine Pitten
Gewähren wollt, die ich will ſagen— als ein Kämmerling raſch eintrat und den Grafen von Auersberg meldete, welcher dringend vorge⸗ laſſen zu werden, bat. Marmilian erhob ſich. Was mochte der Landeshauptmann zu ſo beſonderer Zeit vorbringen wollen? Er geſtattete ihm einzutreten. Der Graf hatte eine Schrift in Händen und begann: Mein kaiſerlicher Herr! vergebt! Nur etwas Ungewöhn⸗ liches konnte mich zu ſo ungewöhnlicher Stunde hie⸗ her führen. Habt die Gnade und les't dieſe Zeilen.
Der Kaiſer nahm die Schrift, durchflog ſie raſch und blickte dann mit ernſten Mienen auf den Ueber⸗ bringer. Wie kamt Ihr zu dieſen Zeilen, Graf?
Auf die ſonderbarſte Weiſe, mein Fürſt! Ein un⸗ bekannter Bote übergab ſie für mich an meine Tochter.
Marmilian begann die Zeilen wiederholt, aber dießmal laut zu leſen: Herr Graf! Schmählicher Ver⸗ rath wagt es, ſeine Hand nach dem heiligen Haupte


