Teil eines Werkes 
2. Bd. (1848)
Entstehung
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Reize der meiſt üppigen Geſchöpfe beinahe mehr als ahnen ließen. Siegfried's Blut wallte bei dieſem Anblicke auf. Solch eine Scene mußte auf den Jüng⸗ ling lockend wirken, ſo in Mitte der anmuthigen Ge⸗ ſchöpfe, in deren jeder ſeine Unerfahrenheit eine Roſi⸗ na oder Hemma zu ſehen glaubte, dieſer Gedanke war zu reizend, als daß er ſich von ihm hätte trennen können. Er blieb im Anſchauen verſunken, bis er durch Tritte geſtört wurde, welche rechts daher kamen. Er wollte ſich zurück ziehen, allein es war ſchon zu ſpät, der Kommende mußte ihn ſchon bemerkt haben; um ſich nicht zu verdächtigen, war es beſſer er blieb ſtehen. Der Mann kam mit leiſen Tritten daherund trug eine brennende Lampe. Als er bei Siegfried anlangte, prallte er einige Schritte zurück; Siegfried, ihn auch erkennend, zog ſich raſch in ſein Gemach zurück, und winkte den Erſchrockenen herbei es war Kajetan! Seh' ich recht? Heiliger Barnabas! Ihr ſeid's mit Leib und Seele, Junker Siegfried! lispelte er.

Haben wir nichts zu befürchten? fragte der An⸗ dere raſch.

So lange die unten ihren Hockus⸗Pockus treiben, ſind wir oben ganz ſicher! rief wickler, und gebähr⸗ dete ſich vor Freude wie toll über das unverhoffte Wie⸗ derſehen. Nun kam es zum Fragen und Erzählen; Siegfried fand es rathſam, dem Alten die veran⸗