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es war vielleicht nicht ſo bald ein Land zu finden, welches Poeſie und Wirklichkeit, das iſt: das Roman⸗ tiſche mit dem Nützlichen ſo gleichzeitig darzubiethen vermochte.
Außer dieſen gewöhnlichen Gliedmaßen eines Lan⸗ des beſaß Mittelkrain auch noch eine Menge innerer Bauwerke, ſo daß man mit Recht hätte ſagen können: dieſes Land beſitze ein ober⸗ und unterirdiſches Leben. Hier treffen wir Flüße, die in die Erde ver⸗ ſchwinden, und nach meilenlanger Wanderung wieder zum Vorſchein kommen; Quellen, die nur bei beſon⸗ dern Gelegenheiten oder zu beſondern Zeiten fließen; Höhlen, die tief in den Schlund der Erde führen, und deren Ende heut zu Tage noch nicht erſpäht wor⸗ den; Grotten, durch welche mit Kähnen gefahren wird, Löcher, die mit wildem Geflügel bevölkert ſind, und endlich das größte Wunder des Landes, einen See, auf deſſen Boden man in Einem Jahre pflügen, ſäen, ärnten, jagen und fiſchen kann; für⸗ wahr! auf der ganzen Erde iſt ſeines Gleichen nicht zu finden, er ſteht einzig in ſeiner Art da— der Cirknitzer⸗See!
Südlich der Hauptſtadt des Landes, in einer Entfernung von ſechs Meilen, erheben ſich kreisförmig wilde, rauhe und ſteinige Berge, über welche der an der Mittagsſeite gelegene Javornick hoch empor⸗


