voll merkwürdiger Sehenswürdigkeiten, war zur Zeit unſeres Gemäldes, wo viele der aufklärenden Wiſſen⸗ ſchaften kaum zu wachſen begannen, die meiſten noch ruhig in der Wiege ihrer Kindheit verſchlummerten, ein Land der Wunder; ein Land, in welchem beſon⸗ ders das fremde, an dergleichen Anblicke ungewohnte Auge, nur unheimliche Geiſter zu erblicken glaubte, welche alle dieſe außergewöhnliche Rieſenarbeit hervor⸗ gebracht, und mit gigantiſchen Kräften erhalten haben.
Die Einwohner ſelbſt vermochten ſich nicht von dieſen Meinungen loszuringen; die Natur, deren Geheimniſſe ſie nicht verſtanden, mußte dem Ueber⸗ natürlichen weichen; das Leben in den Bergen und unter der Erde, welches ſie nicht zu deuten wußten, wurde— je nachdem es ihnen Nutzen oder Schaden brachte, entweder wohlthätigen oder böſen Mächten zugeſchrieben; ſie bevölkerten daher ihre Höhlen mit Gnomen, ihre Berge mit Männleins, ihre Klüfte mit Hexen, und die Berglöcher mit Gewittern; die Flüße wurden von Waſſerjungfern bewohnt, und die Wälder waren vom Teufel beſetzt, der die kleinen, landeshei⸗ miſchen Thierleins„Billich“ genannt, auf die Weide treiben mußte.— Der Boden ſelbſt bot eine bunte Abwechslung von Berg und Ebene, Feld und Thal, Waſſer und Land dar. Felſen und Wälder, Reben⸗ hügel und Aecker wechſelten in buntem Gemiſche, und


