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den, ohne es zu wiſſen und zu wollen, verſielſt du einem
bitteren Verhängniſſe. Du leideſt unſchuldig, dieß möge deine Stütze, möge dein Troſt ſein; darum trage ſtand⸗ haft und geduldig, finſtere Tage ziehen über dich heran. Du haſt erſt die Schwelle überſchritten, und eine lange Wanderung voll Müheſeligkeiten ſteht dir noch bevor; düſtre Wolken ſteigen auf, Gewitter hängen über deinem Haupte, Blitz auf Blitz, Schlag auf Schlag! Halte aus, bleibe ſtandhaſt, ſuche den verlornen Pfad wieder zu erlangen; hinan die ſteile Höhe, nicht zu hoch geſtie⸗ gen, halte feſt, ſonſt ſinkeſt Du zurück in die ſchwin⸗ delnde Tiefe; noch einmal zerrt das Verhängniß an deinem Mantel, noch einmal ſinkſt du, da umſchlingt dich ein Arm weich und zart, und hebt dich zu ſich empor, drückt dich feſt an ein klopfendes Herz und will nimmer von dir laſſen, will nimmer von dir wei⸗ chen, bis du geborgen biſt für immer! Halte feſt an dieſem Arme, denn es iſt der Arm— der Liebe!
Als Brigitte am andern Morgen an's Lager der kranken Tochter kam, hatte ſich dieſe merklich ge⸗ beſſert. Sie war bereits zum völligen Bewußtſein ge⸗ langt und lächelte der Mutter freundlich entgegen, welche
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