Teil eines Werkes 
1. Bd. (1848)
Entstehung
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Gränzen dieſes Landes überſchritten haben, iſt mir ganz unheimlich zu Muthe geworden. Nichts als Berg und Felſen, Thäler und Schluchten, Höhlen und Hexen. Flüße, die unter der Erde fortrauſchen, Thiere, die der Teufel auf die Jagd treibt, Wölfe und Bären, und dieſe Menſchen mit ihrem Lehmhütten dazu, und ihrem gekochten Brode, daß ſich der Himmel unſerer anneh⸗ men möge! ſonſt glaub' ich kaum, daß wir mit graden Gliedern wieder hinauskommen. Und das Aergſte von Allem, was mich ſo zu ſagen am Meiſten beunruhiget, iſt dieſe neugebackene Alteweiberfreundſchaft! Zu was braucht die Alte ſich unſerer anzunehmen? wir hätten ohne ſie auch den Weg'gen Cirknitz gefunden, und auch ohne Herberge wären wir nicht geblieben; was braucht ſie uns immer auf der Straße entgegenzutreten und durch ihren Anblick zu erſchrecken? Ach, Junker Siegfried, folgt mir, wartet das Wiederkommen der Unholdin nicht ab, laßt uns morgen früh wieder von hier abreiſen!

Ihr ſeid ein Undankbarer, Freund Kajetan! Als die Alte erſchien, um uns, die irregegangenen Wanderer, in den tiefen Waldungen zurecht zu weiſen, da war ſie Euch willkommen! auch über die heutige Herberge in dem ſonſt ſo ungaſtlichen Lande, habt Ihr nicht Urſache, zu klagen, und nun, da Ihr ge⸗ wiſſermaßen in Sicherheit ſeid, nun wollt Ihr, daß