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zu haben, das muß hart ſein, weit härter als Alles, was ich je ſelbſt erfahren. Denn für den Mann er⸗ liſcht mit den erſten Jugendträumen noch nicht alle Lebenshoffnung, alle Thatkraft, und ſelbſt in dem Auf⸗ ſuchen neuer Verhältniſſe, ſo drückend ſie anfangs er⸗ ſcheinen mögen, liegt eine Erleichterung, ein befreiendes Element. Das Weib aber verliert mit dem entſchwun⸗ denen Lebensfrühling, mit den verdorrten Jugendhoff⸗ nungen jedes Ziel, dem es ſein Leben mit Nutz und Freude weihen könnte, und alle Surrogate, durch welche ein Erſatz geboten werden ſoll, vermögen dieſe Leere nicht auszufüllen. Vielleicht hat es die am beſten, die ſolche Leere gar nicht empfindet, und inſofern müßte ich Friederiken's Herzloſigkeit ſogar wie ein Glück ſchätzen. Wie gut, daß der arme Randhof ſein Kind nie kennen lernte! In ihm war reiches Gemüthsleben, gleichſam vergra en unter den zerfallenen Ruinen, ein ungehobe⸗ ner Schatz. Wie ſchmerzlich enttäuſcht hätte er ſich gefühlt, wenn er ſtatt der warmen Hingebung ſeiner Geliebten die kaltherzige Oberflächlichkeit ihres Kindes gefunden! Ich glaube ſelbſt, daß ſie ihres Vaters nicht anders als des zu erwartenden Erblaſſers gedenkt und es nicht entbehrt, von ihm nicht früher gehört zu haben,
als bis ſein Tod ihr die willkommene Legitimation Byr, Wrak. IV. 13


