Teil eines Werkes 
[2.] (1873)
Entstehung
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und überall klammern ſich Schmarotzerpflanzen an, durch deren üppiges Blattwerk eine mannichfaltige Thierwelt dahinſchlüpft.

Aber es herrſcht hier, ſo nahe an der Küſte, noch nicht die ungeſtörte, feierliche Einſamkeit wie in den Urwäldern des unzugänglicheren, weiter öſtlich gelegenen Theiles der Inſel. Der Menſch hat hier der Natur weite Bodenſtrecken für die Cultur abgerungen. Ganze Wälder ſind da ausgerodet und in den geſäuberten Grund lange Reihen rothblühender Dadapbäume ge⸗ pflanzt, unter deren Schatten der Kaffeeſtrauch empor⸗ wächſt und aus ſeinen weißen Blüthenbüſcheln die würzigen Kronen der ſüßlichen Frucht entwickelt. Weite Lichtungen ſind mit dem kohlſtrunkartigen Thee⸗ oder dem koſtbaren Zimmtſtrauch bebaut und lange Durch⸗ ſchläge führen durch den dichten Wald, wo zwiſchen einzelnen, ſtehen gelaſſenen Bäumen der Gagasreis auf⸗ ſchießt oder die junge Kaffeepflanzung gehegt wird.

Auf einer ſolchen breiten, mit hohem Alang⸗Alang*) bewachſenen Straße, deren beide Seiten eine Hecke blühender Roſen ſäumte, bewegte ſich an einem der erſten Aprilmorgen im bequemen Tempo eine kleine

*)Eine Grasart.