Teil eines Werkes 
[1.] (1873)
Entstehung
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Mannes durch den reichen Beſitz glücklich werden mochte? Ob ſie nicht doch vielleicht mit einem Seufzer der Verg ngenheit gedenken werde? ob ſie nicht bereuen würde bei der Nachricht von dieſem ihr zugefallenen Vermögen, ob ſie nicht bereuen würde, das Warten auf eine beſſere Zukunft als eine thörichte Zumuthung von ſich gewieſeu zu haben?

Wozu aber, wozu dieſe Fragen? Mit bitterem Lächeln ſcheuchte Paul die Schemen von ſich. Hatte ſein Herz noch Theil an der Vergangenheit, ſo war es doch nicht mehr die Liebe, die nach ihr zurückblickte, die Wunde war geheilt, wenn eine harte Berührung an der Stelle auch immer noch ſchmerzte.

Es handelt ſich jetzt nur darum, bemerkte Mijn heer Déluzet nach beendigter Vorleſung mit klugem Lächeln,die betreffende Dame, über deren Aufenthalt, Leben oder Tod alle beſtimmten Angaben mangeln, ausfindig zu machen. Er rieb ſich vergnügt die Hände, in denen er die ganze Angelegenheit recht lange und ergiebig zu behalten meinte. Seine behaglich ge⸗ rundete Miene verlängerte ſich aber nicht wenig, als Paul ſich erhob und ganz unerwartet erwiderte, darüber könne er Aufſchluß geben. Verwundert nahm der An⸗ walt die Daten entgegen, verwundert notirte er ſich dieſelben und verwundert machte er im Stillen ſeine