—
——ʒ—
22
Augenpaaren bedrohten— da ſchob ſich im entſchei⸗ denden Momente eine große Geſtalt zwiſchen ihn und das Mädchen, das er ſchon zu haſchen meinte.
„Pardon, Herr Lieutenant“, entſchuldigte ſich der unberufene Störer,„ich wollte nach der anderen Seite.“
Van Duizenbeek prallte zurück und maß ihn mit zornigem Blicke. Es war derſelbe Soldat, den er auf dem Schiffe mit dem Namen Albot angeſprochen hatte.
„Das wollen Sie nicht!“ rief er wüthend.„Was haben Sie hier zu ſuchen? Was miſchen Sie ſich vor⸗ dringlicher Weiſe ein?“
„Um Vergebung, Herr Lieutenant“, erwiderte Al⸗ bot ernſt, immerhin aber in einem militäriſch achtungs⸗ vollen Tone,„ich meinte nur, daß auch die Herren in Oſtindien wohl daran thäten, die Menſchenrechte zu achten.“
Van Duizenbeek's Auge ſchleuderte dem Redner einen Blitz des Haſſes zu, es war, als habe er nicht übel Luſt, den Untergebenen, der ſich ſolcher Kühnheit vermaß, zu zerſchmettern, dann aber lachte er in ver— biſſener Wuth gellend auf und ſchien ſich zu bezwingen.
„Fürwahr, Sie beginnen Ihre Laufbahn nicht übel— mit Damendienſt. Glauben Sie, daß man auch hier Proben der Galanterie von Ihnen fordert? Sie verwechſeln wohl die Gegenwart mit der Vergangen⸗
—————————


