Teil eines Werkes 
[1.] (1873)
Entstehung
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kleine Hand des Mädchens hindernd auf die bewehrte Rechte des racheſchnaubenden Mannes. Das Kind, denn ein ſolches ſchien es faſt noch an Jahren, war blitzſchnell aufgeſprungen, um der raſchen That zuvor⸗ zukommen, und ein ſanfter Blick der großen ſammet⸗ artigen Augen ſuchte die auflodernde Leidenſchaft zu beſchwichtigen. Gleichzeitig nahm ihr ebenfalls aufge⸗ ſprungener Genoſſe eine drohende Haltung gegen den Lieutenant an, was dieſer jedoch nicht einmal der Be⸗ achtung werth hielt.

Er wendete ſich ſchließlich an den Aelteren, den er mit verächtlichen Blicken maß.

Ich hätte gute Luſt, Dich peitſchen zu laſſen, gelbhäutiger Schurke, ſtieß er zornig hervor.Das Sprichwort hat Recht, daß für jeden Indier, der ge⸗ boren wird, tauſend Rotangs im Walde aufſprießen. Es wäre ſchade, ſie ungenützt verfaulen zu laſſen.

Es iſt mein Vater, erwiderte das Mädchen im malayiſchen Idiome, demſelben, deſſen ſich auch der Lieutenant bediente. Die ſchlichten Worte klangen wie die beredteſte Bitte um Schonung.

Bisher hatte van Duizenbeek dem Kinde noch kei⸗ nen Blick gegönnt, er war nun doppelt überraſcht von der anmuthigen Erſcheinung. Wohlgeſällig prüfte er die feinen Züge, den ſchlanken geſchmeidigen Wuchs