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er ſich damit, denn es blieb zweifelhaft, ob ſie die Schlußworte überhaupt vernommen, da im gleichen Momente der Capitän des Schiffes und ein älterer Vorgeſetzter des Lieutenants herantraten, Beide in der Abſicht, von den Damen mit aller Förmlichkeit Abſchied zu nehmen. Man hatte ſich während der langen Ueber⸗ fahrt an die gegenſeitige Geſellſchaft gewöhnt. Me— vrouw van Montfoort, welche das aus einer Rotterdamer Penſion— wohin ſie ihr eigenes Töchterchen zur Er⸗ ziehung gebracht— heimkehrende Mädchen, in gefälliger Rückſicht für die Familie, unter ihren mütterlichen Schutz genommen, liebte den Umgang mit Herren und hatte die beiden Officiere wie den Capitän oft in ihre Nähe gezogen, ſo eiferſüchtigen Blickes dies ihr Gatte auch mit angeſehen. Er bekleidete die Stelle eines Reſident⸗ Aſſiſtenten auf einem der inländiſchen Poſten, hatte die Gelegenheit benützt, eine kleine Erbſchaft in Holland zu erheben und ſeiner Frau Europa zu zeigen, das ſie abſcheulich fand, und war jetzt in unſtetem nervöſen Eifer mit dem Zuſammenſuchen des Handgepäcks be⸗ ſchäftigt, um das ſich Mevrouw ſo wenig kümmerte, als wenn es gar nicht das ihrige wäre.
Ihr ganzes Intereſſe war den Scheidenden zuge⸗ wendet, die ſie zu einem gelegentlichen Beſuche einlud, und ſie nahm es faſt übel, als die beiden Truppen⸗
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