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eine anerkennende Zuſtimmung gehofft hatte, ſah er ſich getäuſcht. Juvrouw Suſanne blickte ihn mißbil⸗ ligend an und ihr ſchönes Antlitz zeigte dabei wirklich ein wenig Strenge, dann ſagte ſie ernſt:
„Die Zuneigung, welche Emilie in allen Briefen für ihren Vetter, den Lieutenant van Duizenbeek) kundgibt, iſt, wie ich fürchte, ſehr wenig verdient.“
„Ich fühle mich derſelben in der That vollkommen unwürdig und kann nicht einmal errathen, wodurch ich ſie mir zugezogen habe. Ich weiß mich nicht ſchul⸗ dig, jemals für goldgelbes Haar und eckige Bewegungen geſchwärmt zu haben. Mein Ideal trägt ſchwarze Locken.“
Der dieſen Schlußſatz begleitende Blick ſchien ihn ergänzen zu wollen und zu ſagen:„wie dieſe hier“, aber Diejenige, der er galt, hatte bereits ihr Auge wieder abgewendet und ſchwenkte von neuem grüßend das Tuch.
„Eine böſe Zunge, Sudah!“**) mahnte Mevrouw van Montfoort lächelnd, und ſchlug dabei den Junker,
*) Sprich: Deiſenbeek.
**r) Eine malayiſche Bezeichnung des Vergangenſeins. Hier, wie ſehr häufig, in der Bedeutung von:„Machen wir ein Ende!“ „Genug!“ gebraucht.
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