Teil eines Werkes 
[2.] (1873)
Entstehung
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177 mit einer Stimme, in welcher tiefe Rührung zitterte. Das Kind ſoll ſeinen Vater nicht verlieren und ich verſpreche Dir Gott iſt mein Zeuge! Du ſollſt mit Stolz einſt auf den Knaben ſehen, wenn er auch fern von Dir iſt. Die glänzendſte Erziehung

Das war zu viel.

Niemand hörte das vernehmliche Stöhnen aus dem Nebenzimmer, denn wie eine gereizte Löwin ſprang Hanne auf und umſchlang ihren Sohn, wie um ihn zu vertheidigen.

Ich ſoll mein Kind von mir geben? Mein Kind! rief ſie in wildem Schrecken, fuhr aber ſogleich mit mächtiger königlicher Entrüſtung in Wort und Geberde fort,Du haſt kein Kind die Forderung kann keine Mutter ſtellen! und mit von der Glut des Zornes und der Liebe raſch getrockneten Augen Paula faſt verzehrend, ſetzte ſie hinzu:Es iſt mein Kind mein's! Und das ſollt' ich von mir geben?! Seinen Vater habt Ihr mir genommen das Kind behalte ich! So lange mir's Gott läßt, ſoll mir's keine Menſchen⸗ macht entreißen!

Noch war dieſer wilde Hilfeſchrei des Mutterher⸗ zens nicht verklungen, als Riedhelm, den nichts mehr

zurückzuhalten vermochte, aus dem Nebenzimmer ſtürzte, Byr, Wrak. II. 12

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