Teil eines Werkes 
[2.] (1873)
Entstehung
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Liebe wich.Hat er mich denn nicht geduldet? Durft' ich nicht um ihn ſein und für ihn ſorgen zu jeder Stunde? War's denn kein Glück, wenn er im ſelben Zimmer arbeitete, in welchem ich ſaß und ſeinen Athem⸗ 1 zug vernahm? Und wenn er einmal fortgegangen war und ich mich nach ihm geſehnt hatte, die ganze lange Zeit, und er dann heimkam und ich an ſeinem Halſe hängen durfte und er ſeinen Arm wie ſchützend um mich legte das wäre kein Glück geweſen? Und hatt' ich eine Arbeit für ihn gethan und es lohnte mich auf ſeinen Lippen ein freundliches Lächeln o, das war Glück! Ich ſollte nicht glücklich geweſen ſein?! 1 Iſt er nicht der Vater meines Kindes, und iſt es nicht ſchon das allergrößte Glück auf Erden, ihn lieben zu dürfen und ſein Weib zu heißen!

1 Es war glühende Beredtſamkeit, die ihr die Liebe einflößte, ohne daß ſie je die Kunſt der Rede ſich an⸗ geeignet, und die Natur brach hier in ſolch' mächtiger Kraft durch, daß ſelbſt Paula ſich hingeriſſen fühlte. Sie mußte ſich geſtehen, wie arm ihr Herz geweſen, und beugte ſich unwillkürlich vor all' dem Reichthum dieſer Liebe, die nicht im Empfangen und Verlangen ihr Glück ſuchte, ſondern in der ſelbſtloſen Hingebung und Aufopferung für den vergötterten Mann. Wäh⸗