Teil eines Werkes 
[2.] (1873)
Entstehung
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viel ſchärfer, faſt mit einem leiſen Anklang von Hohn darin, als ſie bemerkte, ſie habe alſo Geheimniſſe vor ihm.

„Nun ja“, geſtand Hanne mit natürlicher Ein⸗ fachheit, ohne zu grübeln, mit welchem Rechte die Fremde ſie eigentlich Beichte höre,„in dem Einen bin ich nicht offen gegen ihn,— er würde es nicht leiden.“

„Dann aber thun Sie auch nicht recht, gegen den ausgeſprochenen Willen Ihres Mannes zu handeln“, fuhr Paula zu inquiriren fort.

Hanne ſenkte verlegen und betrübt den Kopf.

„Das weiß ich wohl“, meinte ſis befangen,„und es fällt mir oft ſchwer genug auf's Herz, aber ich be⸗ gehe damit doch keine Sünde, das ſagt mir mein Ge⸗ wiſſen. Sehen Sie, Frau Gräfin, mein Mann iſt zu ſtolz, er möchte mich halten wie eine Dame, aber ich bin das Arbeiten mein Lebenlang gewöhnt, und dann ſeh' ich auch viel beſſer als er, was in der Haushaltung fehlt. Mein Mann iſt brav und redlich, und die Frau Gräfin müſſen auch nicht etwa glauben, Sie hätten Ihre Kundſchaft einem ſchlechten Arbeiter geſchenkt. O nein, er iſt geſchickt, weit geſchickter ſogar als all' die andern Uhrmacher in der Stadt, aber er verdient nicht viel. Das iſt ſo, er iſt— nun er iſt“, fuhr ſie,