Teil eines Werkes 
[2.] (1873)
Entstehung
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dabei vergeſſen, daß die Menſchen, die er ſo in ſeinen Lebenskreis hereinzog, auch Weſen waren, die vom Da⸗ ſein Glück und Befriedigung heiſchten und dieſelben Anſprüche an ihn hatten, wie er ſie machte; daß das volle, ungeſtörte Ausleben der Eigenart nicht möglich iſt bei Menſchen, die nahe neben einander ſtehen und deren Wirkungskreiſe ſich durchſchneiden und decken. Trat ihm plötzlich ſolch' ein Hinderniß entgegen, dann fühlte er die Stäbe ſeines Gefängniſſes um ſo härter, weil er die Berechtigung auch eines anderen Gedanken⸗ ganges als des ſeinigen, auch anderer Anforderungen an das gemeinſame Daſein anerkennen mußte und da⸗ bei doch nicht in der Lage war, dieſe Richtung auch zur ſeinigen zu machen, dieſe vielleicht nur billigen Wünſche zu erfüllen. So war es mit der Unterhal⸗ tung in der Waldmühle. Im Grunde hatte Hanne Recht, nicht die Sucht nach Zerſtreuung, ſondern der Stolz auf ihren Mann hatte ihr das Verlangen ein⸗ gegeben. Sie freute ſich, ihre Wahl endlich nach ſo tangen Jahren des Verkennens und des Kampfes mit heimlichen und offenen Gegnern anerkannt zu ſehen. Wie menſchlich und natürlich war dies Gefühl, welch' deutlicher Beweis von inniger, ſtolzer Liebe! Und nun trat er ihr ſo ſchroff entgegen. Ihren Anſchauungen