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„Aber Du vergißt, daß ich nicht Meiſter bin“, verſetzte Riedhelm ſcharf.„Nur durch die Aufhebung der Zunftgeſetze kann ich frei arbeiten. Willſt Du am Geſellentiſch ſitzen?“
Hanne vertiefte ſich noch mehr in ihre Arbeit, ſprach dabei aber geläufiger als bisher, man hörte, daß ihr die Sache am Herzen lag.
„Ehrbach's Louiſe und Hergold's Line haben mir Beide geſagt, daß der Meiſter Ehrbach und Lina's Bruder es ausgeſprochen haben, ſie wollten's durch⸗ ſetzen und Dich an den Meiſtertiſch nehmen, wenn Du dies Jahr kämeſt.“
Riedhelm war unmuthig aufgeſprungen und ſchritt lebhaft auf und nieder.
„Alſo gar mit Deinen Geſpielinnen und Freun⸗ dinnen haſt Du ſchon davon geſprochen“, rief er,„und Alles iſt ſchon abgemacht hinter meinem Rücken? Euch Weibern alſo ſoll ich es zu danken haben, wenn mir eine Ehre widerfährt, die mir nicht zukommt?“
„Nein, nicht uns“, entgegnete Hanne und in dem Tone, in welchem ſie ſprach, lag ein gewiſſer ſelbſtbe⸗ wußter Stolz auf den Werth ihres Gatten, der ſeinen Eindruck auf Riedhelm nicht verfehlte und ihn ruhiger ſtimmte,„nicht uns, ſondern Deiner Kunſt und Deinem
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