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Nur um den Mund ſpielte etwas wie ein Lächeln, als er den Knaben fragte, ob er fleißig geweſen.
Fritz wies triumphirend ſein Heft vor und man ſah, wie er ſich freute, zur rechten Zeit fertig geworden zu ſein.
„Das iſt brav“, ſagte Riedhelm, ihm über das blonde Haar ſtreichelnd,„ſo iſt's recht, mein Junge. Nun kannſt Du zu Nachbars Heinrich in den Garten, aber fall' mir nicht wieder vom Baume herab.“
Der Knabe benutzte jubelnd die Erlaubniß und ſprang davon. Riedhelm aber legte ſeinen Hut bei⸗ Seite, trat an ſeine Frau heran, legte ihr die Hand auf die Schulter und ſagte freundlich:
„Grüß Gott!“ Jetzt hörte man's deutlich, auch ſeine Stimme hatte an Klang verloren und war tiefer geworden im Laufe der Zeit. Früher mit dem Knaben hatte ſie im Scherz um einen Ton höher geklungen.
Vielleicht hatte er erwartet, Hanne werde ihm das herzlich lächelnde Geſicht zum Gruße zukehren, wie ſonſt oft, ſie aber mochte noch immer ihre Augen nicht zeigen; in einer heftigen Anwandlung von Weh und Zärtlichkeit ergriff ſie ſeine Hand raſch, ohne umzuſehen, und drückte ſie innig an ihre Lippen, wie um reuig ihre Demuth zu beweiſen und um Vergebung zu bitten


