Teil eines Werkes 
[1.] (1873)
Entstehung
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Mutter! bat Hanne lebhaft, aber die Alte ließ ſich nicht ſo leicht unterbrechen.

Ja, was wahr iſt, iſt wahr, fuhr ſie fort. Gott ſteh' mir bei, aber war's mit ihm nicht, als gält' es einen Prinzen oder Grafen? Ein Handwerks⸗ burſche, der krank wird, gehört in's Geſellenſpital, wofür iſt's denn da? Aber am Ende war's auch mit der Wanderſchaft nicht geheuer, denn ich wenig⸗ ſtens habe nie ein Wanderbuch von ihm geſehen und habe ſie doch von allen unſeren Geſellen in Verwah⸗ rung gehabt, ſo lange mir noch meine paar geſunden Augen im Kopfe ſteckten. Iſt noch ein Glück, daß es nicht ſchlimm ausſchlug, denn recht war's einmal nicht, daß wir einem Ausweisloſen Unterſtand gaben, aber

die Polizei hat ihre Augen grad' nicht immer dort,

wo ſie hingehören, wenn ſie auch mit ihrer Naſe in alle Töpfe ſchnüffelt. ‚Willſt uns zu Grunde rich⸗ ten? ſagt' ich zum Alten Gott ſchenk' ihm die ewige Ruhe! Woher ſollen wir's denn nehmen? Aber da hatt' ich gut reden, es half Alles nichts, da war der alte Lehmann ſelig ſtarr und ſteif auf ſeinem Willen, wie Gott verzeih' mir die Sünde ein ſtütziger Karrengaul. Statt in's Spital, kam er in die ſonnige Hinterſtube, und Suppen mußte ich kochen und Hühnchen und Kraftbrühen, daß mir das liebe