Teil eines Werkes 
[1.] (1873)
Entstehung
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Nun ſiehſt Du; auf mein ſchwarzſeidenes Kleid darfſt Du nicht rechnen, das ſage ich Dir gleich, mit dem will ich in den Sarg gelegt werden. Es war mein Hochzeitsſtaat. Damit iſt's aus, er ſoll Dir nur ein's kaufen.

Ja, Mutter, aber er ſagt, der Verdienſt gäbes nicht, und's iſt wahr. Was wir erübrigen, geht für ſie ſtockte plötzlichfür Euch auf, hatte ſie ſagen wollen, nun ſetzte ſie ſchonend hinzu:die Schule auf. Das aber war für die Alte das richtige Stich⸗ wort.

Ja, das glaub' ich wohl, ergoß ſich ihr Rede⸗ ſtrom.Woher aber kommt's, daß der Verdienſt ſo ſchmal iſt? Gott ſei's geklagt: weil er nur ein Win⸗ keluhrmacher iſt da liegt's. Keine rechte Beſtellung, keine rechte Bezahlung, am End' auch keine rechte Arbeit.

Die letzte Bemerkung gab der jungen Frau wieder ihre frühere Feſtigkeit zurück. Alles mochte ſie ertra⸗ gen, aber ein Scheltwort gegen ihren Gatten ließ ſie nicht unerwidert. Jeder Angriff durfte hingehen, nur nicht ein gegen ihn gerichteter. Ihn zu vertheidigen, konnte das ſonſt eben nicht muthige Weib zur Heldin werden.

Doch iſt er geſchickter, ſagte ſie mit Beſtimmt⸗ heit,als alle die andern Meiſter in der Stadt.