bis ſchte. vom 2 el llten
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Raum hinüber, eine Huldigung, die der Citelkeit ſchmeichelt, die Sittſamkeit jedoch beleidigt, ein Wag⸗ niß, das er ſofort bereute und doch nicht mehr unge⸗ ſchehen machen konnte, ſo viel er auch dafür hätte geben mögen. Es war ihm allzu koſtbar zu ſtehen gekommen. Das Auge, das er feſtbannen wollte, war geflohen, er wartete und wartete— vergeblich! der Blick kam nicht wieder, er ſaugte den ſeinen feſt an die holde Geſtalt, als könne er ſie damit an ſich ziehen— das ſüße Antlitz blieb abgekehrt.
Szene folgte auf Szene, die Oper nahte dem Ende. Die weiße Dame auf der Bühne hatte ihren wackern Offizier ſchon glücklich gemacht, die weiße Dame in der Loge ihr Köpfchen aber kein einziges Mal mehr gewendet. Inderau beſchloß jetzt, koſte es was es wolle, noch einmal dieſen Abend in jene dunkeln Augen zu ſchauen, müßte er auch dem Straf⸗ blicke der Entrüſtung trotzen. Er ſtand auf und wollte noch vor Schluß der Oper den Saal verlaſſen, und in der Eingangshalle mit der fortſtrömenden Menge auch die ſchöne Fremde erwarten. Doch gleichzeitig mit ihm erhoben ſich auch ſchon die Damen in der Loge drüben, der Herr langte ſeinen Hut vom Nagel und trat aus der Thüre, ihm folgte die Aeltere, zu⸗ letzt ging auch die Jüngere, nachdem ſie noch einen


