Teil eines Werkes 
2. Bd. (1875)
Entstehung
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Heimat. Und wie das glückliche junge Paar den Fuß über die Schwelle ſetzt, begrüßt ſie ein anderes, nicht minder glückliches.

Von Neuhaus iſt Ruppert mit ſeiner jungen Frau herübergekommen, um Bruder und Schweſter freudig zu überraſchen.

Die Nacht liegt über dem Waſſer.

Weit draußen, wo der waldige Rücken hineingreift in den tiefgrünen, jetzt beinahe ſchwarzen See, und die alten Bäume ernſt ihr zitterndes Spiegelbild betrach⸗ ten, das ihnen ſchon ſeit ihrer Kindheit entgegenge⸗ leuchtet, und Rechnung hält über ihr allmäliges Altern, weit draußen, angelehnt an die uralten, nackten Felſenhäupter, ſteht das Häuschen ſo nett und traulich, als hätte es die Phantaſie ſelbſt hingebaut, als einen Tempel des Friedens und der Liebe, eingehüllt und umfloſſen von den Lichtſtrömen des Mondes.

Und auf den Balkon heraus tritt ein Glücklicher und lehnt ſich an die eiſerne Brüſtung und läßt ſich das Haupt umkränzen und beſchatten von den Blättern der in Gartentöpfen blühenden, duftenden Blumen, die ein leiſer, weicher Lufthauch zu wecken ſcheint, zu einem heimlichen Regen und Flüſtern, zu einem liebenden Koſen mit den ſehnſüchtigen Küſſen des Mondes.

Verloren, unbewußt ſehnt ſein Auge hinaus auf

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